Martin Schnur liebt Literatur – Notizen zum neuen Literaturprogramm

>MARTIN SCHNUR LIEBT LITERATUR<

>MARTIN SCHNUR LIEBT LITERATUR<

Mit Josef Kleindienst, Dieter Sperl, Magda Woitzuck und Isabella Feimer werden vier der derzeit interessantesten heimischen Autorinnen und Autoren eingeladen, ihr neuestes Werk in der Martin Schnur-Personale im Essl Museum vorzustellen und im Anschluß daran mit dem Künstler zu plaudern.

>MARTIN SCHNUR LIEBT LITERATUR< findet an vier Mittwochabenden um jeweils 19 Uhr im Großen Saal des Essl Museums statt, der Eintritt ist frei!  Josef Kleindienst ist am 27.02. zu Gast, Dieter Sperl am 06.03., Magda Woitzuck am 13.03. und Isabella Feimer bildet am 20.03. den Abschluss dieser Reihe.

Vier neue Werke werden in der Martin Schnur-Personale vorgestellt: die Erzählung "Freifahrt" von Josef Kleindienst, die Textsammlung "Von hier aus: Diary Samples" von Dieter Sperl, der Erzählband "Ellis:Trilogie" von Magda Woitzuck und der Roman "Der afghanische Koch" von Isabella Feimer.

Vier neue Werke werden in der Martin Schnur-Personale vorgestellt: die Erzählung „Freifahrt“ von Josef Kleindienst, die Textsammlung „Von hier aus: Diary Samples“ von Dieter Sperl, der Erzählband „Ellis: Trilogie“ von Magda Woitzuck und der Roman „Der afghanische Koch“ von Isabella Feimer.

Ein paar Notizen zur Entstehung dieses Literaturprogramms…

Während der Vorbereitungen zur Ausstellung „Vorspiegelung“ wünschte sich der Künstler Martin Schnur ein Rahmenprogramm, in dem seine Arbeit mit anderen Kunstformen konfrontiert wird. Neben verschiedenen Erwägungen schlug er eine Lesung mit dem Autor Dieter Sperl vor. Sperl hat sich bereits mit Schnurs Arbeit und dessen Themen beschäftigt – im Vorjahr erschien etwa im Kyrene Verlag das Buch „Martin Schnur. Arbeiten auf Papier“, darin befindet sich die Kurzgeschichte „Diamanten & Schund“ in welcher der Autor auf die Spiegelungen in Martin Schnurs Malerei reagiert.

"Martin Schnur. Arbeiten auf Papier", erschienen 2012 bei Kyrene, enthält auch eine Kurzgeschichte von Dieter Sperl.

„Martin Schnur. Arbeiten auf Papier“, erschienen 2012 bei Kyrene, enthält auch eine Kurzgeschichte von Dieter Sperl.

Im Essl Museum wird seit dem Jahr 2011 eine regelmässige Zusammenarbeit mit interessanten und oft auch sehr jungen Autorinnen und Autoren gepflegt. So lag es nahe, Martin Schnurs Idee einer Lesung aufzugreifen und zu einer Literaturreihe zu erweitern, in welcher seine Malerei mit neuen Texten konfrontiert wird. Einerseits wird mit Dieter Sperl ein Kenner von Schnurs Arbeit auftreten,  andererseits werden mit Josef Kleindienst, Magda Woitzuck und Isabella Feimer völlig neue künstlerisch-literarische Räume eröffnet, chemische Reaktionen, die erst am Abend von Lesung und Gespräch vor Publikum erfolgen.

Warum aber nun der Titel „Martin Schnur liebt Literatur“?

Wer Martin Schnurs Atelier betritt, steht gleich im Eingangsbereich vor einer Bücherwand. Danach eröffnet sich ein Raum, in dem zwischen Malwagen und Tischen, an die Wand gestapelten Kupferplatten, groß-, klein-, und mittelformatigen Leinwänden immer wieder Bücherinseln zu finden sind; Dickes, Dünnes, Altes, Neues, Biografien, Belletristik, Bildbände, Kunsthistorisches und vieles mehr auf einem Couchtisch, da ein Stoß mit Katalogen, obenauf ein Buch über den Regisseur Apichatpong Weerasethakul, dort (auf einer Sessellehne) Dieter Sperls „Von hier aus“, Bücher am Boden, Bücher am Schreibtisch, Bücher am Sessel. Es sind Bücher und Bilder, die das Erscheinungsbild und die Aura von Martin Schnurs Atelier ausmachen. Man könnte dort stundenlang herumschauen und Zusammenhänge suchen (in wenigen Tagen wird es hier ein Interview mit Martin Schnur zu lesen geben, wo er genau darauf im Detail eingeht). Für Schnur ist das Sich Umgeben mit Literatur mehr als bloße Inspiration. Die Sprache an sich ist für ihn eine Bildebene, er stellt sich Wörter vor wie Bilder.

Ein Blick ins Atelier von Martin Schnur.

Ein Blick ins Atelier von Martin Schnur.

Das Essl Museum versucht konsequent Literatur und Kunst auf immer neue Weise zu verbinden. Es an der Person eines Künstlers und seiner Sichtweisen festzumachen, ist eine weitere Variation, sich vielfachen und komplexen Zusammenhängen zwischen Literatur und Kunst, eigentlich untrennbar verbunden, zu nähern.

Martin Schnur bei der Arbeit.

Martin Schnur bei der Arbeit.

„Ich bin neugierig, was passiert, wenn die Ausstellung zur Reflexionsebene für neue Literatur wird. Wir werden nach jeder Lesung darüber diskutieren, wie es dem Autor und auch mir dabei gegangen ist“, sagt Martin Schnur.

In Kürze folgen hier Blogbeiträge zu den Autorinnen und Autoren und Ihren Büchern.

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