Literarische Diversitäten

Im Gespräch mit den Autoren Kurt Mitterndorfer und Herbert Christian Stöger

Am 26. März (19 Uhr, Eintritt frei!) werden die beiden Autoren Kurt Mitterndorfer und Herbert Christian Stöger im Rahmen des Literaturprogramms im Essl Museum aus ihren Werken lesen. Der Abend trägt den Titel „Diversitäten“. Kurt Mitterndorfer liest Prosa, Herbert Christian Stöger liest Lyrik und Prosa. Kurt Mitterndorfers erzählende, realistische Texte stellen Menschen in den Mittelpunkt, Herbert Christian Stöger konstruiert Texte, häufig unter Verwendung von Material aus Lexika. Beide Autoren stammen aus Linz.
In einem kurzen Interview erzählen die beiden Autoren, wie Kunst und Literatur für sie zusammenhängen und welche Ausstellungen sie gerne selbst im Essl Museum verwirklichen würden.

Der Autor Kurt Mitterndorfer liest Prosa im Essl Museum.

Der Autor Kurt Mitterndorfer liest Prosa im Essl Museum.

Erwin Uhrmann: Spielt zeitgenössische Kunst beim Schreiben für Dich eine Rolle? Herbert Christian Stöger: Kunst spielt insofern eine Rolle in meinem Schreiben, da ich selbst bildender Künstler bin und in meinen Videos oder anderen künstlerischen Arbeiten Texte ein wesentlicher Bestandteil sind.

Kurt Mitterndorfer: Nein, ich beziehe mich in meiner Schreibarbeit bewusst auf keine zeitgenössischen „Inputs“. Die Ideen zu meinen Texten beziehe ich zwar meist direkt aus meiner Umwelt, aber sie entstehen nicht als Reaktion/Reflexion auf zeitgenössische Kunst. Umgekehrt aber beziehe ich des Öfteren meine Texte, zumindest Teile davon, in bildnerische Arbeiten ein.

Erwin Uhrmann: Derzeit zeigen wir im Essl Museum in 3 Ausstellungen Werke von insgesamt 41 österreichischen Künstlerinnen und Künstlern. Vor dem Werk welcher Künstlerin/welches Künstlers würdest Du am liebsten lesen?

Herbert Christian Stöger: Nun, das ist derzeit schwierig. Ich meine, der Ausstellung wegen vor den Arbeiten von Deborah Sengl, aber ob die Ratten für das Publikum so angenehm wären? Außerdem gibt es darin keinen Bezug zu meinen Texten. Am besten wäre wohl ein Bild von Max Weiler, wenn es ein großes Gemälde (Spätwerk) wäre.

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Herbert Christian Stöger liest Lyrik und Prosa.

Kurt Mitterndorfer: Maria Lassnig fasziniert mich ob ihrer Offenheit und Eindringlichkeit. Die ausgestellten Werke kenne ich allerdings nicht zur Gänze, kann deshalb heute die Frage nur teilweise beantworten. Am Tag der Lesung, nach meinem geplanten Rundgang durch die Ausstellung, kann ich es vielleicht.

Erwin Uhrmann: Wenn Du eine Ausstellung im Essl Museum machen würdest als Kurator/in, welchen Titel würdest Du ihr geben? Was würdest Du zeigen?

Kurt Mitterndorfer: Ich kann keinen Ausstellungstitel nennen zu einer Ausstellung, deren Inhalt ich nicht kenne. Mich interessiert der Mensch, ich würde also zum Beispiel alle Portraits aus der Sammlung für eine Ausstellung verwenden. Titel vielleicht: „Alles Mensch“

Herbert Christian Stöger: „Zerstörung durch Geld“ wäre der Titel. Bei der Auswahl der Künstler würden wohl Videokünstler eine wesentliche Rolle spielen. In zweiter Hinsicht auch Installation und wohl Druckgraphik. Unbedingt dabei sein müßten Bill Viola und Julian Rosefeldt, sowie Raymond Pettibon und Muntean/Rosenblum, um auch zwei Künstler zu nennen, die ich auch schon im Essl Museum ausgestellt gesehen habe.

Die Lesung findet am in Zusammenarbeit mit der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und der Literaturgesellschaft Klosterneuburg.

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