Nachruf auf Yvonne Weiler

Wir trauern um unsere geschätzte Freundin Yvonne Weiler, die vor wenigen Tagen leider viel zu früh verstorben ist.

Yvonne Weiler und Agnes Essl vor einem Werk von Max Weiler. Foto: Essl Museum

Yvonne Weiler und Agnes Essl vor einem Werk von Max Weiler. Foto: Essl Museum

Yvonne Weiler hat uns tief beeindruckt durch ihre Vision, das Werk ihres verstorbenen Mannes Max Weiler international neu sichtbar zu machen und die Aktualität dieser singulären österreichischen Malereiposition durch wissenschaftliche Forschungen und Ausstellungen zu verdeutlichen. Dabei verlangte sie nicht nur von allen Beteiligten einen großen Einsatz, sondern forderte von sich selbst am allermeisten, das Bestmögliche für das Werk von Max Weiler zu erreichen. Und ihre Erfolge waren beeindruckend.

Wir sind ihr dankbar für das große Vertrauen, das sie uns beim Aufbau der Sammlung mit Werken von Max Weiler entgegengebracht hat. Bald war da viel mehr als nur professionelle Verbundenheit. Wir und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums hatten Yvonne Weiler über die Jahre schätzen gelernt. Die große Ausstellung „Max Weiler. Die Natur der Malerei“ im Essl Museum im Jahr 2010 war wohl der Höhepunkt unserer Zusammenarbeit, vielmehr aber vertiefte sich seither auch unsere Freundschaft. Gerade in den vergangenen fünf Jahren ist uns Yvonne Weiler immer mehr ans Herz gewachsen. Sie nahm sich Zeit für uns, besuchte nahezu jede unserer Ausstellungseröffnungen, war eine unverzichtbare Gesprächspartnerin, zeigte besonders an jungen Künstlerinnen und Künstlern großes Interesse, die sie auch immer wieder unterstützte, und stand mit Rat und Tat zur Seite. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums kannte sie persönlich, einigen war sie in Freundschaft verbunden. Viele schöne Momente waren es, die wir mit ihr teilen durften.

Als treue Freundin hat sie es sich nicht nehmen lassen, stets ein gutes Wort für uns zu haben und dies sogar in der Öffentlichkeit zu vertreten, auch in schwierigen Zeiten. Beeindruckt hat sie uns immer wieder mit ihrem großen Wissen. Kaum jemand konnte über die österreichische Kunst im internationalen Kontext so detailliert berichten, so viele Zusammenhänge verdeutlichen und so gut erzählen. Kaum jemand war in so unermüdlichem Einsatz, die Menschen für Kunst zu begeistern, so gut vernetzt und professionell. Trotz alledem war sie bescheiden. Im Mittelpunkt stand stets das Werk Max Weilers.

Kurz vor Weihnachten besuchte sie uns im Museum. Wir haben sie im Rahmen des Weihnachtsspecials unserer Kunstvermittlung eingeladen und sie gab uns die Ehre, zu kommen. Obwohl es ihr aufgrund der schweren Krankheit sicher nicht mehr leicht gefallen ist, hat sie sich – wie auch in den Monaten davor – nichts anmerken lassen und uns mit ihrer wunderbaren und positiven Art noch ein letztes Mal berührt.

Yvonne Weiler hat ihr Leben ohne jeden Kompromiss der Kunst gewidmet. Sie war eine Grande Dame, beispiellos, großzügig, mutig und offenherzig.

Wir werden sie sehr vermissen.

Agnes und Karlheinz Essl und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Essl Museums

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